gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

26. Januar 2022
von Bernd Harder
5 Kommentare

„Homöopathie unwiderlegt?“ Ein neuer Dokumentarfilm im Kino

Heute Abend feiert in Berlin der Dokumentarfilm

Homöopathie unwiderlegt?

Premiere.

Weitere Vorstellungen stehen in Münster, Leipzig, Tübingen, Stuttgart und Hamburg auf dem Programm.

Regisseur Erik Lemke sieht seinen Film als „ein Debattenstück ohne Gegner“ an:

„Homöopathie unwiderlegt?“ ist ein Safe space für Anhänger der Homöopathie, in dem keine Skeptiker von außen das zarte Pflänzchen erster Zweifel am eigenen Tun zertreten […] Die strenge Konzentration auf Sprache und Ausdrucksweise der Protagonisten soll daran erinnern, dass wir als denkende Wesen Betrug erkennen können, auch wenn ihm unser Bauchgefühl noch so gern erliegen will.

Ein interessantes Interview mit ihm ist bei rbb24 erschienen.

Dr. Norbert Aust vom INH hat den Film vorab gesehen.

Hier sein Bericht:

Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Lass doch die Homöopathen einfach mal reden. Wenn sie ihre Lehre selbst vorstellen und beschreiben, dann merkt doch jeder, was das für ein Unfug ist.

Das hört man oft aus Kreisen der Kritiker der Homöopathie. Jetzt hat der Dresdener Filmemacher Erik Lemke genau dies getan und daraus einen Film gedreht, der ab Ende Januar 2022 in ausgewählten Kinos deutscher Großstädte gezeigt wird.

Der Autor, der bislang noch nicht als Kritiker der Alternativmedizin bekannt ist und sich in seinen Filmen auch noch nicht mit wissenschaftlichen Themen auseinandergesetzt hat, möchte nach Möglichkeit bei den Vorführungen anwesend sein, um sich der Diskussion mit dem Publikum zu stellen.

In dem 85 Minuten langen Film kommen ausschließlich Befürworter der Homöopathie zu Worte. Etwa zwanzig Personen, zumeist approbierte Ärzte und Psychologen, aber auch Wissenschaftler anderer Disziplinen, dürfen ihre Sicht auf die Homöopathie darlegen.

Darunter sind einige in Skeptikerkreisen durchaus bekannte Leute – Jens Behnke, Harald Walach, Cornelia Bajic, Heinrich Hümmer und andere –, aber auch bisher eher unbekannte Homöopathen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Heilpraktiker treten nicht auf.

Der Autor befragt die Teilnehmer jeweils zu einem sehr weit gespannten Feld und deckt damit den Themenkomplex Homöopathie recht umfassend ab. Das reicht von der Geschichte über die rechtlichen Grundlagen, die Herstellung der Mittel, die Studien, Erklärungsmodelle, die Patientenpräferenzen etc.

Insgesamt sind es 16 Gliederungspunkte, die durch kurze grafische Sequenzen abgegrenzt werden. Man vermisst keinen Aspekt, der in der Diskussion um die Homöopathie eine Rolle spielt.

Zu jedem der Themen kommen mehrere der befragten Personen zu Wort. Der Autor wollte damit ein „Debattenstück ohne Gegner“ schaffen, um zu zeigen, was von der Homöopathie bleibt, „wenn man sie ihrer schönen Bilderwelt beraubt, wenn es plötzlich nicht mehr menschelt in berührend erzählten Schicksalen“.

Dabei soll „… die strenge Konzentration auf Sprache und Ausdrucksweise … daran erinnern, dass wir als denkende Menschen Betrug erkennen können.“ So ist es der Filmankündigung zu entnehmen. Soweit ein durchaus ehrenwertes Anliegen mit einem interessanten neuen darstellerischen Ansatz, mit dem aufgezeigt werden soll, dass „wenn alle Homöopathen unterschiedliche Beobachtungen machen und diese für wahr halten, [dann] braucht es keine Kritiker mehr, um die Diskussion spannend zu machen.“

Und die Protagonisten tun dem Autor den Gefallen und schwurbeln je nach Naturell mehr oder weniger abgehoben los, und es gäbe reichlich Ansatzpunkte, den Widersinn und die Absurdität der homöopathischen Lehre deutlich zu machen – aber hier versagt die Regie total.

Wenn man die Filmankündigung nicht gelesen hat, dann könnte man den Film auch als eine Werbung pro Homöopathie auffassen. Insbesondere, wenn man sich noch nicht mit der Lehre beschäftigt hat – oder gar ein Anhänger Hahnemanns ist.

Die Vertreter der Homöopathie kommen allesamt durchaus sympathisch und auf ihre Weise kompetent rüber. Das sind beileibe keine Dummköpfe, die da auftreten. Vielen kann man ein Charisma nicht absprechen und es ist durchaus verständlich, warum sich kranke Menschen ihnen anvertrauen. Es kann kein Zweifel darin bestehen, dass diese Ärzte sich für ihre Patienten einsetzen und dabei Wärme und Verständnis aufbringen.

Insofern stellen sie Persönlichkeiten dar, wie man sich seinen Arzt wünscht, der unaufgeregt und geduldig spricht und auch die eigene Lehre mit einer gewissen Distanz hinterfragt.

Dabei ist das Spektrum weit gefächert: Da ist die promovierte Medizinerin, die sich selbst als Schamanin bezeichnet, in den homöopathischen Mitteln geistartige Wesen sieht, deren Wirksamkeit sie mit ihrer Intention verstärkt, um die Menschen „von einem Ort des Entweder-Oder zu einem Ort des Sowohl-Als-Auch zu führen.“

Oder die Psychotherapeutin, die den Ansatz ganz faszinierend findet, die Entwicklung der Pflanzen auf den Menschen zu übertragen, um damit die Treffsicherheit ihrer Mittelwahl zu verbessern. Es sind aber auch Ärzte dabei, die ihre Arbeitsgrundlagen kritisch untersuchen, etwa die Durchgängigkeit der Repertorien hinterfragen, oder zugeben, dass viele Informationen darin unzuverlässig sind und folglich die verdächtigen Mittel aussortieren.

Oder auch zugeben, dass man aus der Besserung beim Patienten nicht auf die Wirksamkeit des eingesetzten Mittels schließen kann.

Kurz: Da ist für jeden Zuschauer, der der Homöopathie nahesteht, der passende Typ dabei, der einen anspricht und dessen Aussagen folglich schlüssig klingen. Den Rest versteht man eben nicht oder ignoriert ihn ganz einfach. Spätestens am Ende des Films wird man sich nur an die Passagen erinnern, die die eigene Auffassung bestätigt haben.

Wie die Beispiele von studierten Medizinern ja deutlich zeigen, die der homöopathischen Lehre anhängen, kann man auch als intelligenter und gebildeter Mensch ganz gut gleichzeitig Auffassungen teilen, die sich gegenseitig eigentlich ausschließen.

Der Autor tut auch praktisch nichts, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die wesentlichen Aspekte zu lenken und beispielsweise die Widersprüche hervorzuheben. Er beschränkt sich darauf, widersprüchliche Aussagen in direkter Folge zu zeigen, aber nichts hebt diese Stellen aus den gleichmäßig dahinplätschernden Statements hervor.

Eine Sprecherin führt aus, dass die Krankheitssymptome nicht das Entscheidende seien, vielmehr wie der Mensch sich fühlt, und welche Themen für ihn relevant seien. Direkt darauf folgt ein anderer Sprecher, der darauf Wert legt, dass die Symptome genau anzeigen würden, welches Mittel der Patient braucht.

Aber: Wer im Publikum kriegt das mit? Wer hat angesichts des fortlaufenden Films die Zeit, dies sacken zu lassen, darüber nachzudenken und sich zu wundern? Einer schwört scheinbar auf Konstitutionstypen, für den anderen ist das Unfug – aber ist das wichtig? Muss man sich das merken?

Hier hätte der Autor gut daran getan, nachzufassen und etwa nachzufragen, was der jeweilige Sprecher von den gegenteiligen Aussagen seiner Kollegen hält. Das hätte die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf diesen Punkt gelenkt. Hier wäre dann auch der Widerspruch deutlich zutage getreten und es hätte Raum zur Reflexion gegeben.

In die gleiche Richtung fällt, dass bis auf eine wohltuende Ausnahme der Autor nicht nachhakt und etwa nachfragt, wie es sein kann, dass in der Homöopathie offensichtlich andere Gesetzmäßigkeiten herrschen als in der restlichen Welt. Warum gilt überall eine Beziehung zwischen der Größe der Dosis und der Stärke der von ihr hervorgerufenen Wirkung, nur in der Homöopathie ist das anders? Oder wie man in der Vorstellung des jeweiligen Sprechers „Magnetischen Südpol“ auf Zuckerkügelchen bekommt?

Nur einmal blitzt so etwas auf: Ein Sprecher erklärt, dass es die Homöopathie nach zweihundert Jahren nicht mehr geben würde, wenn sie Quatsch wäre, worauf der Autor nachhakt:

Genauso wie Tarotkarten legen, Beten oder Astrologie?

Dies blieb übrigens ohne Antwort. Ansonsten konnte jeder den blühendsten Unsinn erzählen, und es bleibt alleine dem Zuschauer überlassen, diesen als solchen zu erkennen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Lemke grundsätzlich aus einer gewissen Innensicht der Homöopathie heraus seine Fragen stellt. Etwa Fragen, wie viele Miasmen es gibt, wie man als Patient einen seriösen Homöopathen finden könne oder warum die von den Homöopathen beobachteten starken Phänomene sich so schwer in Studien zeigen lassen. Das alles unterstellt eben unterschwellig auch, dass es diese Miasmen tatsächlich gibt, genauso wie seriöse Homöopathen und starke Effekte homöopathischer Mittel real sein könnten.

Durch keinerlei sprachliche Mittel wird der Zweifel des Autors an der realen Existenz dieser Dinge ersichtlich. Da die Gesprächspartner durchaus eloquent sind, können sie sich zumeist mit ein paar Floskeln herausreden – die dann unhinterfragt bleiben.

Wenn der Autor zeigen wollte, wie widersprüchlich die innere Struktur der Homöopathie ist, dann hat er nicht unbedingt immer die geeigneten dramaturgischen Mittel dazu eingesetzt. Ganz im Gegenteil, oftmals entsteht der Eindruck, dass die Protagonisten sich weitgehend einig sind. So werden die Themenkomplexe des Chinarindenversuchs, des Simileprinzips, des Potenzierens und andere durch kurze Statements mehrerer Sprecher beleuchtet, die durchaus sinnvoll aufeinander folgen.

Wo sind da Unstimmigkeiten? Klar, es gibt Detailfragen, etwa, wie viele Miasmen es gibt, da ist man sich nicht ganz einig – aber sonst? Man möchte meinen, dass bei einem Internisten-Kongress die Differenzen zu bestimmten Themen größer sind. Die Homöopathie sieht da recht geschlossen aus.

Kurz: Lemke überlässt die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Inhalt voll und ganz seinen Zuschauern, die aber vermutlich in der raschen Folge der Themen dazu gar nicht die Zeit haben und vielleicht auch nicht die Sachkenntnis und Sensibilität eines Homöopathiekritikers, dem bestimmte Reizwörter und Ungereimtheiten sofort auffallen.

Und um das Ganze abzurunden: In der letzten Einstellung darf ein Kinderarzt ausführen, er behandle als Inhaber einer normalen Praxis 80 Prozent seiner Patienten homöopathisch. Wären die Homöopathika nur Placebos, dann schließt er daraus, dass „in normalen Kinderarztpraxen 80 Prozent der Kinder unnötigerweise behandelt werden, überbehandelt werden und gegebenenfalls schädigenden Nebenwirkungen ausgesetzt werden.“

Und mit diesen Worten endet der Film, genau jetzt wird das Bild schwarz und der Abspann folgt.

Das soll ein Film sein, der irgendwie eine kritische Haltung zur Homöopathie fördern soll? Man hat eher den Eindruck, da wird ein Homöopathie-Werbefilm als Kritik getarnt. Vermutlich werden alle Homöopathieanhänger, die den Film sehen, sich bestätigt fühlen. Zwar nicht alle von den gleichen Aussagen, aber der Film gibt jedem Recht.

Insofern ist wohl kaum damit zu rechnen, dass es nach den Vorführungen zu Diskussionen mit dem Publikum kommt, schon gar nicht mit Anhängern der Homöopathie.

Zum Weiterlesen:

  • „In meinem Dokumentarfilm widerlegen sich Homöopathen selbst“, rbb am 26. Januar 2022
  • Abgeordnete fordern ein Ende der Ausnahmeregelungen für die Homöopathie, GWUP-Blog am 21. Januar 2022

25. Januar 2022
von Bernd Harder
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„Zeit“: Nora Pösl über Esoterik und Verschwörungstheorien

Die Sozialwissenschaftlerin und SkepKon-Referentin Nora Pösl erklärt heute im ze.tt-Interview,

… wie alternative Heilmethoden und Verschwörungstheorien miteinander verbunden sind.

Die „große Gemeinsamkeit“ von Verschwörungstheorien und Esoterik sieht Pösl in der Komplexitätsreduktion:

Sie vereinfachen die Realität. Die Alternativmedizin bietet vermeintlich einfache Lösungen für Erkrankungen, die durch konventionelle Methoden nicht zu behandeln sind. Bei einigen Krebsarten zum Beispiel ist es trotz Chemotherapie nicht sicher, ob die Patient:innen geheilt werden können.

Alternative Heilmethoden wie die Geistheilung reduzieren die Komplexität für die Patient:innen, indem propagiert wird, dass alles in einem selbst begründet sei: Man müsse nur die inneren Konflikte heilen, um vollständig gesund zu werden. Damit wird ein falsches Heilversprechen gemacht.

Verschwörungstheorien funktionieren ähnlich.

Vor allem die Impfgegnerschaft vereine Menschen, „die an alternative Heilmethoden glauben, und Verschwörungstheoretiker:innen, die an eine jüdische Weltverschwörung glauben“:

Das heißt nicht, dass alle Leute, die an alternative Heilmethoden glauben, per se Antisemit:innen oder Verschwörungstheoretiker:innen sind. Aber diese Wissenschaftsfeindlichkeit und die Komplexitätsreduktion können dazu führen, dass sie gefährdeter sind, da reinzurutschen.

Auch in der Konstruktion von Feindbildern seien sich Esoterik und Verschwörungstheorien ähnlich (etwa „die Pharmaindustrie“). Insofern war es für die Forscherin an der Ruhr-Universität Bochum „nicht so überraschend“, dass Esoteriker:innen zusammen mit Rechtsextremen demonstrieren.

Diese Tendenzen gebe es schon lange.

Zum Weiterlesen:

  • Esoterik und Verschwörungstheorien: „Gerade die bürgerliche Mittelschicht ist anfällig“, Zeit-Online am 25. Januar 2022
  • Interview mit Nora Pösl: „Ängsten mit Fakten begegnen“, ingo-news am 10. November 2021
  • Video mit Nora Pösl: „Wieso die Anthroposophie für Querdenker und rechte Ideologie anfällig ist“, GWUP-Blog am 25. August 2021
  • Nora Pösl: Von Homöopathie zu Holocaustrelativierung, volksverpetzer am 25. Mai 2020
  • Der gemeinsame Nenner von Homöopathie, Esoterik und Verschwörungstheorien, GWUP-Blog am 17. Oktober 2020
  • Herzmenschen“ und Naturverklärer: Warum laufen Esoteriker und Homöopathen bei Anti-Corona-Demos mit? GWUP-Blog am 28. März 2021
  • Homöopathie als Einstieg in Verschwörungsdenken, GWUP-Blog am 7. Januar 2021
  • Videovortrag: „Esoterische Verschwörungserzählungen in der Coronakrise“, GWUP-Blog am 23. Januar 2022
  • Nora Pösl: Von Homöopathie und Handauflegen zur Hassideologie? Zum Verhältnis von alternativen Heilmethoden zu Verschwörungstheorien, Esoterik und rechten Ideologien. Diplomica-Verlag 2020, 216 Seiten, 39,50 €

25. Januar 2022
von Bernd Harder
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„Allerlei Unfug“: Holm Hümmler im neuen P.M.-Magazin über Quantenheilung

Im aktuellen P.M. (2/2022) schreibt Dr. Holm Hümmler über

Hokuspokus mit Quanten

Der Artikel beginnt mit „Quantenheilung“ à la Günter Heede

Doch was die „Wunderheilenden“ praktizieren, ergibt physikalisch keinen Sinn und ist wohl meist nicht wirksamer als Placebo. Dennoch machen sie damit Geld – und gefährden womöglich Kranke, falls diese irrtümlich meinen, die erhoffte spirituelle Wirkung ersetze eine ärztliche Behandlung

… und streift dann weitere „haltlose Heilsversprechen“, die unter Berufung auf die Quantenphysik feilgeboten werden, wie zum Beispiel Homöopathie und „Quantenkraftsteine“.

Hümmler:

Wo die Behauptungen näher ausgeführt werden, offenbart sich eine erschreckende Unkenntnis grundlegender Konzepte sowohl der klassischen Physik als auch der Quantenmechanik […] Es entsteht der Eindruck, Quantenphysik sei eine Art Magie, in der möglich wird, was die Esoterik verspricht.

Nichts könnte falscher sein:

„Quantenheilung“ mit ihren scheinbar innovativen Methoden ist die extremste Form, Quantenphysik für allerlei Unfug auszunutzen.

Zum Weiterlesen:

  • Hokuspokus mit Quanten, P.M. 2/2022
  • Das P.M.-Magazin will kein Esoterik-Blättchen mehr sein, GWUP-Blog am 2. August 2017
  • #ferngespräch „Quanten“ jetzt auch als Hoaxilla-Podcast, GWUP-Blog am 21. August 2021
  • Homöopathie: „Deutlich positive“ Ergebnisse mit Quanten? GWUP-Blog am 2. August 2013
  • Pseudowissenschaft Quantenmedizin: Einstein für Esoteriker, Spiegel-Online am 17. Februar 2015
  • Was hat „Quantenheilung“ mit Quantenphysik zu tun? GWUP-Blog am 3. Mai 2013
  • Quantenheilung ist “maximal ein Placebo-Effekt”, GWUP-Blog am 14. Dezember 2012

25. Januar 2022
von Bernd Harder
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„Science Cops“ über Osteopathie

Die Science Cops referieren im Wesentlichen nochmal den Quarks-Artikel zum Thema Osteopathie vom letzten Jahr:

Ein wirklich therapeutischer Nutzen über Placebo-Effekte hinaus ist aktuell wissenschaftlich nicht belegt. Und die Krankenkassen sollten sich mal gründlich überlegen, ob sie aus Marketinggründen eine Branche stützen wollen, die sich teilweise in Quacksalberei übt, oder ob man das nicht transparent macht und es eher in den Bereich Wellness einsortiert.

Zum Weiterlesen:

  • Science Cops: Die Akte Osteopathie – Heilen mit den Händen? quarks.de am 15. Januar 2022
  • Wie hilfreich ist Osteopathie? GWUP-Blog am 10. März 2021

25. Januar 2022
von Bernd Harder
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Im Ferngespräch: „Über den Darm und unsere Untermieter“

Heute im #ferngespräch:

Mit dabei sind Christine Moissl-Eichinger und Martin Moder.

Los geht’s um 20 Uhr.

Plus:

Zum Weiterlesen:

  • Digitalpaket „Mikrobiom“ von Spektrum der Wissenschaft
  • Das Mikrobiom: Wie es uns gesund und leistungsfähig hält, stern.de am 11. Januar 2022
  • Mikrobiom des Darms ist diverser als gedacht, scinexx am 18. Januar 2022
  • Mikrobiom: So viele „Urbakterien“ leben in unserem Darm, kleinezeitung am 11. Januar 2022
  • Das Geheimnis unseres Bauchgehirns, quarks am 22. April 2020
  • Heinz Oberhummer Award 2017 geht an Giulia Enders, GWUP-Blog am 9. November 2017
  • Jetzt als Video: „Oberhummer Award 2017“ mit der Preisverleihung an Giulia Enders, GWUP-Blog am 3. Dezember 2017

25. Januar 2022
von Bernd Harder
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#ferngespräch über populäre Irrtümer als Hoaxilla-Podcast

Das #ferngespräch vom 7. Dezember gibt’s jetzt auch als Hoaxilla-Podcast:

Im 79. WildMics-Special haben wir uns populären Irrtümern gewidmet. Direkt zu Beginn konnte Tommy Krappweis den Irrtum ausräumen, dass dies eines von Bernd Harders Lieblingsthemen sei.

Mit dabei war Sophia Krappweis.

Übrigens gibt es künftig keinen „skeptischen Podcast aus Hamburg“ mehr – Hoaxilla sind am neuen Wohnort angekommen:

Zum Weiterlesen:

24. Januar 2022
von Bernd Harder
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Auch das ist Corona: „Auf einmal blühte der Humor“

Off-topic, möglicherweise sogar unpassend – aber vielleicht muss das heute einfach mal sein:

Viraler Humor – Was Corona-Witze über uns erzählen

Im März 2020 traf eine Welle des Corona-Virus mit voller Wucht auf die westliche Welt. Doch inmitten der sich rasch verschärfenden Lage blühte auf einmal der Humor. Die Dokumentation zeigt mit viralen Clips und mit der Einschätzung von Comedians und Fachleuten, wie Humor in der Krise zur Bewältigungsstrategie werden kann.

Mit dabei ist auch unser Interviewpartner Florian Schroeder.

Hier geht’s zum Video (zirka 50 Minuten).

Zum Weiterlesen:

  • Interview mit Florian Schroeder: „Wir müssen die Ballwegs stellen“, GWUP-Blog am 16. Dezember 2021
  • Kostenlos zum Download: „Corona verstehen“ und „Wissenschaftliche Informationen zur Corona-Pandemie“, GWUP-Blog am 1. Dezember 2021
  • Impfgegner sagen Großdemo ab – wegen Coronavirus, GWUP-Blog am 9. März 2020
  • Coronavirus: Neue Weltordnung oder Pharma-Verschwörung? GWUP-Blog am 28. Januar 2020

24. Januar 2022
von Bernd Harder
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Drohungen, üble Nachrede: Der Hass gegen Ärztinnen und Ärzte im Netz tobt weiter

Fortsetzung unseres Blogposts vom 12. Januar

Staatsanwaltschaft ermittelt zu Hass-Mails gegen Dr. Lübbers

Heute berichtet die Online-Redaktion der Apotheken Umschau über das Thema:

Lübbers ist nicht der einzige Arzt, der solchen Attacken ausgesetzt ist. In den vergangenen Monaten berichteten Mediziner immer wieder, Opfer von Hassnachrichten und Drohungen geworden zu sein. Urheber sind meist Impfgegner oder sogenannte Corona-Leugner.

Parallel dazu kann man praktisch live verfolgen, wie bei Twitter gegen den #narkosedoc gehetzt wird.

Als Hilfsangebote werden in dem AU-Artikel die Beratungsstelle Hate Aid und die Online-Plattform Hassmelden genannt.

Weitere Videos (zum Beispiel von Marc Hanefeld a.k.a. #Flying_Doc oder Karoline Preisler) finden sich auf der Homepage von Hassmelden.

Update

Außerdem hat Anonleaks aufgedeckt, wie der Corona-Verharmloser Stefan Homburg sich mit seiner „Entlarvung“ von #narkosedok als angebliche Pharma-Sockenpuppe blamiert.

Bester Tweet an Homburgs Adresse:

Zum Weiterlesen:

  • Hass gegen Ärzte: Drohung, Nötigung, üble Nachrede, apotheken-umschau am 24. Januar 2022
  • Staatsanwaltschaft ermittelt zu Hass-Mails gegen Dr. Lübbers, GWUP-Blog am 12. Januar 2022
  • „Grams‘ Sprechstunde“: Hate gegen impfende Ärzte, GWUP-Blog am 18. Januar 2022
  • Podcast: Hate Poetry mit Natalie Grams und Martin Moder, GWUP-Blog am 6. Januar 2022
  • Stefan Homburg: Prof. Dr. Verschwörung, Süddeutsche am 14. Mai 2020
  • Aus aktuellem Anlass: Narkosedoc, DocCheck am 24. Januar 2022
  • Das Homburg-Pastebin-Disaster, anonleaks am 24. Januar 2022

23. Januar 2022
von Bernd Harder
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„Omikron, Impfungen und Wissenschaftsskepsis“: Podcast mit Martin Moder

Und noch ein Podcast mit Martin Moder (zirka 68 Minuten):

„Eine Zweite Meinung“ geht in die zweite Staffel. Mein erster Gast ist der Molekularbiologe, Autor und Science Buster Martin Moder.

Er klärt seit Beginn der Pandemie auf seinem YouTube Kanal „MEGA – Make Europe Gscheit Again“ über Viren, Impfungen und Corona-Mutationen auf. Wir haben über all diese und weitere Themen gesprochen.

Zum Weiterlesen:

  • Omikron, Impfpflicht, Long Covid: „Stöckl live“ mit Martin Moder und anderen Experten, GWUP-Blog am 20. Januar 2022
  • „Pandemie-Podcast“: Martin Moder zu Gast bei REWE, GWUP-Blog am 7. Januar 2022
  • Podcast: Hate Poetry mit Natalie Grams und Martin Moder, GWUP-Blog am 6. Januar 2022

23. Januar 2022
von Bernd Harder
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Katharina Nocun: „Esoterische Verschwörungserzählungen“ in der Coronakrise – Videovortrag

Schöner (Online-)Vortrag von Katharina Nocun beim Chaos Communication Congress (zirka 60 Minuten):

Hilfe, mein Astralleib wird geimpft! Die wundersame Welt esoterischer Verschwörungserzählungen

In jedem Pandemie-Katastrophenfilm läutet die Entdeckung einer wirksamen Impfung zuverlässig das Happy End ein. In der Realität ist es nicht ganz so einfach.

Eine Schweizer Sekte produziert am Fließband Videos über die „Wahrheit“ hinter der Impfung. Auf YouTube wird geraten, einfach positiv zu denken, um sich zu immunisieren. Im Herzen der Anthroposophie, dem Goetheanum, wird über spirituelle Verständigung mit Viren philosophiert.

Gerade in der Eso-Szene stellen sich nun viele Fragen. Beeinflusst die Spritze die „Wirkung“ von Homöopathie? Ist eine Infektion nicht doch besser für das Karma? Und woran merken Eltern, dass der Ätherleib des Kindes sich nicht richtig ablöst?

Ein Interview zum gleichen Thema mit Nocun gibt’s im aktuellen Newsletter des Journalisten Markus Sulzbacher. Ihr neues Buch „Gefährlicher Glaube – Die radikale Gedankenwelt der Esoterik“ (mit Pia Lamberty) erscheint im September.

Zum Weiterlesen:

  • „Schluss mit lustig“: Die Gefahren von Esoterik in Corona-Zeiten, GWUP-Blog am 12. Januar 2022
  • „Herzmenschen“ und Naturverklärer: Warum laufen Esoteriker und Homöopathen bei Anti-Corona-Demos mit? GWUP-Blog am 28. März 2021
  • Schnupfen als Katastrophenfall, Husten als Notstand: Die Esoterik und die Coronakrise, GWUP-Blog am 6. April 2020